Montag, 19. Mai 2014

Run with the pack...

Wir sind aktuell viel auf Achse.

Am 03. und 04. Mai 2014 haben wir unseren ersten mehrtägigen Wettkampf besucht: Den VulCanicross am Hoherodskopf (Hessen). Die Veranstalter sind hier die Hessenhounds, der aktuell größte und am Besten strukturierte Canicross-Verein in Deutschland. Wer im nächsten Jahr daran teilnehmen möchte, wird alle erforderlichen Informationen innerhalb der entsprechenden Gruppe bei Facebook oder unter diesem Link finden: http://www.scv-hessenhounds.de/SCV-Hessenhounds/Unser_Rennen.html
Tipp: Auch Peter Hummel, aktives Hessenhound-Mitglied der ersten Stunde, hält alle CC-Interessierten auf seinem informativen Blog Pfotenläufer ebenfalls auf dem aktuellsten Stand - nicht nur in Sachen VulCanicross.

Unser Team von canicross-outdoorsports ist beinahe in vollständiger Besetzung am Hoherodskopf an den Start gegangen. Wir sind bereits freitags angereist und haben ein eigenes kleines Zeltlager errichtet - und auch das Gemeinschaftsbanner durfte nicht fehlen. ;-)


Es war ein sehr interessantes Wochenende, bei dem wir Neulinge sowohl auf als auch "neben" der Strecke viel dazugelernt haben. Ich konnte vielen Namen, die mir bei Facebook oder an anderer Stelle im Internet begegnet sind, endlich mal ein Gesicht zuordnen. Und es war auch etwas ganz Besonderes, all die Läufer zu treffen oder nur zu beobachten, die bereits Großes im Canicross erreicht haben - allen voran die Championess Tessa Philippaerts mit ihrem Ausnahmehund Yukon.

R hat seit Kurzem das große Glück, dass er Balou (einen der beiden Greysterrüden von unserem Canicross-Trainer) leihweise laufen darf. Die beiden Jungs haben vor ihrem ersten gemeinsamen Wettkampfstart beim VulCanicross schon mehrere Trainingsläufe miteinander absolviert und werden von Mal zu Mal ein eingespielteres Team. Ich finde es immer wieder auf´s Neue schön, die Zwei zusammen zu sehen.

Balou, Rs neuer Canicross-Partner, beim sonntäglichen CC-Lauftreff. Den Blick immer aufmerksam auf die Strecke gerichtet. :-)
Für R, Balou, Hannah und mich verlief das VulCanicross-Wochenende recht durchwachsen. Der agile Balou ist beim Jadgstart am Sonntag rückwärts aus Geschirr und Halsband gleichzeitig entwischt. Durch die Helfer in der Startzone konnte der "junge Wilde" aber schnell wieder ins Geschirr gestellt werden und die Zwei durften mit etwas Verspätung loslegen. Weil uns die Wettkampfroutine noch fehlt, ist R zudem am Samstag vor dem Start etwas in Zeitnot geraten und so hatte Balou nicht genügend Zeit, um sich nochmal rechtzeitig zu lösen - das hat er dann mitten auf der Strecke nachgeholt. ;-) Am Sonntag hat es dafür dann für die beiden Jungs auf dem Trail schon deutlich besser geklappt. René hatte richtig Spaß und konnte sich mit Balou sogar beim spontan vom Veranstalter hinzugefügten Staffellauf nochmal zusätzlich für das Team stark machen.

Team Balou/R. Eine super gelungene Momentaufnahme kurz nach dem Start am Sonntag. Vielen Dank an die liebe Annick Busl für dieses Foto!
Meine kleine Hannah ist samstags so unmotiviert gelaufen, dass ich ihr den Sonntagslauf nach reiflicher Überlegung am Ende erspart habe. Sie hat einen Spazierstart hingelegt (dabei üben wir das Starten regelmäßig und sie kann es soviel besser...) und ist auf den letzten 3 Kilometern nochmal völlig antriebslos geworden und sogar stehengeblieben. Ich habe ihr dann auch keinen Druck gemacht, denn ich kenne ja unseren Huskydickkopf - wenn sie nicht will, dann will sie nicht. ;-) Wir haben die Runde natürlich noch beendet und sind durch´s Ziel gekommen - aber eben in gemütlichem Tempo.

Die "unwilde Jagd" beim Zieleinlauf. Fotograf: Markus Platzbecker (Danke nochmal für die Bilder, Markus!)
Hannah einen Tag später nochmal über dieselbe Strecke schicken und die Sache durchpressen... Das wollte ich weder ihr noch mir antun. Es hätte nur unserem eh noch ausbaufähigem Vertrauensverhältnis geschadet. Natürlich war ich wirklich traurig darüber, dass ich am Sonntag nur Zuschauer sein konnte - gerade weil ich mich völlig fit und körperlich gut vorbereitet gefühlt habe. Aber der Hund geht vor. Und ich vertraue Hannah, dass sie ihre Gründe dafür hatte, sich zu verweigern.
Diese Wettkampfstrecke war in jedem Fall die schönste, die ich bislang laufen durfte!

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Unsere nächste Fahrt hat uns am 17. Mai nach Amerongen, also wieder in die Niederlande, geführt. Amerongen ist der zweite Veranstaltungsort des AAA-GrandPrix, zu dem ich ja bereits den Post über Spa/Belgien geschrieben habe. Hier ist aus unserem Familienrudel nur R mit seinem begnadeten Leihhund Balou an den Start gegangen. Hannah - die sich durch ihr Husky-Unterfell sehr früh hitzeanfällig zeigt und zudem auch ganz kurz zuvor eine gespaltene Daumenkralle gezogen bekommen hatte - und ich haben dem Spektakel nur staunend zugeschaut.
Die Veranstaltung fand bei 20 Grad statt. Das ist selbst für Hunde ohne jegliches Unterfell unter Belastung schon sehr warm und man muss sehr gut abschätzen, ob man seinem Hundepartner den Start noch zumuten kann. Balou hat sich völlig fit und mehr als arbeitswillig gezeigt. Zudem waren am Start, auf der Strecke und im Ziel mehrere Wassereimer und mit Wasser gefüllte Bademuscheln platziert, in denen sich die Hunde abkühlen konnten. Auch die Parkplätze und Stakeout-Möglichkeiten waren, sobald man sie einmal gefunden hatte, schön im Schatten gelegen. Viele lächelnde Gesichter. Es hat uns sehr, sehr gut gefallen. Danke, Olga Winkler für den Last-Minute-CheckIn! Und ein riesengroßes Danke geht wieder an unseren Ingo Babbel - Leihgranate Balou war 1A! Wir waren diesmal von Vornherein besser strukturiert bei der Sache: Balou hat bis 30 Minuten vor dem Start immer wieder kleine Portionen Wasser gereicht bekommen und wir haben zwei kleine Runden durch das Waldgelände mit ihm und Hannah gedreht, damit er sich rechtzeitig lösen kann. Hannah blieb dann während der Startphase im Auto, während ich René dabei unterstützt habe, Balou vor dem Start ruhig zu halten. Glücklicherweise war es hier gut möglich, den Hund erst sehr spät in den Vorstartbereich bringen - und Balou hat alles ganz toll mitgemacht und richtig schön für René gearbeitet. 


Fotograf: Naomi de Ronde
 (Thank you so much for this wonderful shot!)
Eine Möglichkeit, wie die Veranstalter von Canicross-Rennen gefährliche Stellen markieren. Hier geht es auf sehr unebenem Boden viel steiler bergab, als das Foto es widerspiegelt.
Es gab eine langgezogene, besonders gemeine Steigung auf der Strecke - mitten in der prallen Sonne und komplett auf Sandboden. 
Die lange, sandige Gerade. Die Teams mussten tatsächlich unter stetiger Steigung bis ganz hinten durchrennen.
Das war selbst für den eisernen Willen von unserem Greyster-Schützling eine echte Herausforderung. Nach dieser Schlüsselstelle hat R das Riesenbaby sofort in die bereitstehende Plantschmöglichkeit gelotst und ihm eine Pause "verschrieben" (freiwillig hört dieser kopfstarke Sporthund ja nicht auf zu arbeiten, solange er im Geschirr steht...), bevor es weiterging ins Ziel.

Einen tollen Eindruck vom Rennen liefert auch das folgende YouTube-Video: 



Als Ausklang/CoolDown des Wettkampfs und zum Abschluss des Tages sind wir mit beiden Hunden eine ausgiebige Runde spazieren gegangen. 


Zwei genießen den verdienten Feierabend.
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Neben den Wettkämpfen und unseren wöchentlichen Trainingeinheiten nehmen wir nach wie vor am sonntäglichen Lauftreff mit Ingo und den restlichen Canicrossies teil. Die Gemeinschaft verdient diesen Namen auch tatsächlich. Ich schätze, es ist einfach riesengroßes Glück, dass wir Teil einer so stimmigen Gruppe sein dürfen. Ohne euch, Leute, wären wir nur halb so enthusiastisch dabei!

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